Begleithundprüfung – unser erstes gemeinsames Ziel

Hä? So wirst du wahrscheinlich denken. Was will er jetzt schon wieder? Aber von Anfang an. Vor einem Jahr wurden wir gefragt ob wir Lust und Motivation haben die Begleithundprüfung abzulegen. Wir, das sind Elmar und Luz.
Die erste Frage die sich mir stellte: für was?? Über den Winter grübelte ich. Sah irgendwie keinen Sinn darin. Aber wir ließen uns „einlullen“ und so begab es sich zum Frühjahr das Training zu beginnen. Dies fand immer Mittwoch Abend statt. So nach einem stressigen Tag. Das hieß im nachhinein eigentlich nur alle 14 Tage effektives Training.

Und dann stand der Termin fest: 01.10.2017. 10.00 Uhr. Meine Herrchen. Da lief dann schon der erste Schweiß. Ablage fand Luz komisch. Vorsitz hat immer schief zu erfolgen. Wende will sie nur weitläufig. Aber die Prüfung absagen? Als einzigster Prüfling? Das geben wir uns nicht. So wurden noch zwei Trainingseinheiten mit meinem personal Trainer (Danke an Gitti) eingelegt. Zuletzt zwei Tag zuvor. Das Ergebnis kopier ich nochmals: Ablage fand Luz komisch. Vorsitz hat immer schief zu erfolgen. Wende will sie nur weitläufig. Da stand ich nun zwei Tage vor der Prüfung. Sah schon meine Felle wegschwimmen.

Dann war er da der Tag. Der Tag der Tage. Luz zeigte schon meine Unruhe und Aufregung an. Das kann ja heiter werden. Zuerst den Sachkundetest. Darauf konnte ich mich vorbereiten uns so war das kein Problem. Dann gings auf den Platz mit meinem Teamkollegen. „Elmar Agricola meldet sich mich Hündin Luz zur Unterordnung“. So startet man beim Richter. Jetzt kann ich leider nicht mehr all zu viel schreiben. Die Aufregung war zu groß. Schritte zählen, Schema ablaufen. Und hoffen das der Hund voller Freude mitmacht. Wie geschrieben, ich weiß vom Ablauf nichts mehr. Aber hatte ein gutes Gefühl dabei.

Dann noch die größte Schwäche unseres Trainings. Ablage. Hat die letzten male nie geklappt. Hund ins Platz bringen. 30 Schritte nach vorne. Und ich stand wie eine Säule. Nicht bewegen. Hoffen das draußen kein Hund vorbeiläuft. Dann der Satz nach ein paar Minuten vom Richter: „Kannst deinem Kollegen ruhig zuschauen“. Nein. Kann ich nicht. Zu aufgeregt. Und mein Hund sitzt bestimmt schon oder geht spazieren.
Knapp zehn Minuten Ablage, dann das Signal den Hund abzuholen. Und sie lag. Wie aus dem Bilderbuch. Ich hätte sie erwürgen und knuddeln gleichzeitig können.
Abschließend noch der Verkehrsteil der sich als unkompliziert erwies. Und die Siegerehrung. Entgegen meiner Maßstäbe wurde unser Lauf als Klasse bewertet. Boah, da fielen ein paar Steine vom Herzen. Wie geil. Wir hatten die BH 🙂 Anschließend wurde noch gefeiert und alles war gut.

Danke nochmals an Georg, Gitti und Horsti. Aber auch an alle anderen die mit mirgelitten und/ oder die Gruppe gestellt haben. Ihr seid Klasse. Vor allem an meine Beste: danke fürs Begleiten durch die Zeit und den tollen Hundekuchen.

Und alle THS – Teams da draußen: Wir werden die Szene wie die Musketiere rocken und neue Maßstäbe setzen.