Die ersten Tage am Levicosee

Da simma nun, der lang ersehnte Urlaub, diesmal am unteren Ende von Südtirol.
Anreise war am Montag. Diesmal war mal über den Brenner geplant, daher haben wir bei der Abfahrt zu Hause Garmisch angepeilt. Irgendwann sind dann die ersten Schilder aufgetaucht, dass ab dem 28.8 bis zum 10.9 (ach so ein Zufall, das is ja genau der Bereich unseres Urlaubs 😉 ) die Durchfahrt durch Garmisch gesperrt ist und man von dort nicht zum Brenner gelangen kann. Haben uns beim ersten Schild noch nicht viel dabei gedacht, WEIL……wir davon ausgegangen sind das ja irgendwann mal eine ausgeschilderte Umleitung erfolgen wird. Tja, Pustekuchen, keine Umleitung. Noch an zwei kurz hintereinander stehenden Schildern vorbeigefahren und dann war Ende……Durchfahrt Verboten……Du kumsch hier ned weida. Wir, inkl. Aller die vor und hinter uns gefahren sind, also erstmal rechts ran und überlegen was wir nun machen. Viele Alternativen gabs leider nicht, also haben wir uns dafür entschieden über Reutte zu fahren (was für ein Umweg, 50 km und über eine Stunde kaputt gemacht)
Der Rest der Fahrt lief dann super, Brenner war frei, die Autobahn in Italien auch und bei Trient sind wir dann abgefahren um die letzten 20 km zum Camingplatz auf klassischen Straßen zu schaffen. CheckIn auf dem Platz war schnell erledigt und der Stellplatz auch sofort gefunden. Diesmal haben wir uns ein Privatbad am Stellplatz gegönnt, bedeutet, dass direkt am Stellplatz ein kleines Häuschen steht in dem sich ein Klo eine Dusche und ein Waschbecken zur privaten Nutzung zur Verfügung steht.
Diesmal haben wir uns auch entschieden, dass wir das große Vorzelt aufgebaut haben, lohnt sich ja auch schließlich bei zwei vollen Wochen die wir hier stehen werden.

Zweiter Tag, die Nacht war ruhig und erholsam, die Sonne scheint, erstmal ab zum Semmeln holen damit das Frühstück eingeläutet werden kann. Einen kleinen Laden mit klassischen italienischen Panini gibts auf dem Platz, zwar nicht ganz günstig, aber richtig lecker.
Für die erste Wanderung haben wir uns den Nachbarort Caldonazzo auserkoren. Dort ging es dann erstmal gefühlt eine halbe Ewigkeit nur bergauf, die jedoch zum Glück im Schatten. Laaaaangsam aber sicher kamen wir dann oben an und waren verblüfft als eine „Bar Aperto“ vor uns stand. Haben uns jeweils eine Cola gegönnt (natürlich wie sollte es in Italien auch anders sein, in IKEA Gläsern 😉 ) und nach einer kurzen Verschnaufpause ging es dann den Rundweg weiter zurück zum Auto. Irgendwie sind wir dann zwar vom Weg abgekommen, aber der Hohlweg/Bachlauf hat uns auch wieder zurück zum Ausgangspunkt geführt.


Am Abend wurde dann noch klassisch gegrillt und der Abend ruhig ausgeklungen.

Am Mittwoch erstmal der gleiche Start in den Tag wie schon am Tag zuvor und dann die Überlegung: wo könnten wir ein bisschen bei dieser Affenhitze laufen. Klar war, auf jeden Fall muß dort viel Schatten sein. Direkt am Campingplatz geht der Rundweg um den Levico See los und nachdem wir auf Google Earth gesehen haben, das die Strecke im Wald direkt am See verläuft war klar: das wird der Ausflug für diesen Tag.
Ein toller Rundweg mit viel Auf und Ab (was ich so direkt am See nicht vermutet hätte) und sehr abwechslungsreich. Mal direkt am See und dann wieder nach einem langen Aufstieg mit toller Aussicht auf den See.

Nach der Wanderung hab ich mich noch dazu entschieden, wie schon am Vortag, etwas Abkühlung im See zu suchen. Danach hält man die Hitze vor dem Wohnwagen etwas besser aus….und vor allem kann ich die Zeit beim Baden nutzen die Standup Paddeler zu stalken. Denn eins ist inzwischen sicher: ich werde mir nächstes Jahr auch so ein Board zulegen (habe ja schon beim Testen auf dem Bodensee mit der lieben Tanja „Blut geleckt“) Aber dazu ein anderes mal mehr.
Am Abend wurde dann gleich nochmal gegrillt und der Abend gemütlich vor dem Wohnwagen beim Spielen beendet.

Und schon sind wir beim Donnerstag. Wieder stand die Frage im Raum (ähhm….im Wohnwagen, bzw.davor) WAS machen wir denn heute? Vor dem Urlaub hatte ich schon mal nach „Schmankerl“ in der Gegend Ausschau gehalten und den „ARTE SELLA“ bei Borgo Valsugana gefunden. Ein Wald mit verschiedenen Kunstinstallationen aus Naturmaterialien. Und wir wurden auf keinen Fall enttäuscht. Es war toll, sowas muß man mal live gesehen haben, einfach beeindruckend.

Und heute, am Freitag, an dem es eigentlich wahnsinnig schlecht werden sollte laut den Vorhersagen, haben wir einfach vor dem Wohnwagen bis zum späten Nachmittag mal NICHTS gemacht, gelesen, Kaffee getrunken, die Nachbarn beobachtet……..einfach das La Dolce Vita genossen.
Aber wer uns kennt weiß: die vier können nicht lang die Füße still halten.
Also haben wir uns tatsächlich auf den Weg zu einen Cache gemacht. Tatsächlich deshalb, weil wir dieses Jahr bisher wahnsinnig cachefaul waren ;-). Wir sind mit dem Auto nach Brenta gefahren und dort losgelaufen. Gut das Elmar mir verschweigen hat das es der Anstieg am Anfang in sich hat. Mit der dann folgenden Aussicht wurden wir jedoch entschädigt. Ich liebe die Wege in Italien, sie sind einfach so anders als bei und daheim, andere Pflanzen, anderer Untergrund der Wege, einfach was für die Sinne. Den Cache haben wir dann auch tatsächlich noch in einer Steinwand gefunden, danach an einer alten Festung vorbeigelaufen.


Danach noch kurz was einkaufen fürs Abendessen und ab zurück zum Campingplatz. Und da sitzen wir nun, trinken Wein und schauen noch eine DVD an. (Into the Wild – Filmempfehlung für den wo ihn noch nicht kennt)
Wir freuen uns schon auf die nächsten Tag da es jetzt etwas kühler wird als in den ersten Tagen und wir so einfach entspannter wandern gehen können.